Александра Нинковић Ташић

Literaturkreis 21.03.2021

Am Sonntag, dem 21. März, haben wir den dritten Literaturkreis unseres Vereins durchgeführt. Bei dieser Gelegenheit haben wir Mihajlo Pupin und seine Autobiographie "From Immigrant to Inventor / Vom Einwanderer zum Erfinder" besprochen. Wie vorher angekündigt, hat unser Ehrengast Aleksandra Ninković Tašić uns über das Leben des grossen Wissenschaftlers und sein Werk und Wohltaten erzählt. Aleksandra ist unsere grösste Expertin über Pupins Leben und Werk, Autorin zahlreicher Bücher über ihn und andere Wissenschaftler, Veranstalterin von Ausstellungen zu diesen Themen, Präsidentin der Pupin-Gesellschaft und Gewinnerin vieler Preise für ihre Arbeit. Sie hat uns über viele weniger bekannten Taten von Pupin erzählt, und unsere Vorstellung über ihn, das wir aus seinem Buch erhalten haben, ergänzt.
Der Anlass war, wie immer, offen für alle, und wir hatten viele Teilnehmer ausserhalb unseres Vereins. Wegen der Coronavirus Pandemie fand das Treffen wieder über Zoom statt. Unser Mitglied und Teilnehmer Andrija Stojković hat seine Eindrücke folgendermassen beschrieben:
Es freut mich als Akademiker und Ingenieur der Elektrotechnik sehr, dass wir die Autobiografie (Pulitzer-Preis 1924) von Mihajlo Pupin gelesen haben und an diesem Abend die Gelegenheit hatten mit Aleksandra Ninković Tašić, der besten Pupin Expertin weit und breit, diskutieren zu dürfen.
Für mich persönlich ist Pupins Verbindung zur Schweiz bemerkenswert. Als Greenhorn in Amerika arbeitet er zu Beginn bei Schweizer Auswanderer auf dem Hof, wo er Englisch lernt. Die erste Heimreise nach Idvor in Serbien führt von London nach Luzern, wo er sich in die Schweizer Alpen verliebt. Anstatt sofort zu seiner Mutter zu reisen, welche er seit elf Jahren nicht gesehen hat, bleibt er in der Zentralschweiz und besteigt die Rigi, den Pilatus und den Titlis innerhalb von nur zwei Wochen. Er bezeichnet die Schweiz als freiheitlichstes Land in Europa und ist beflügelt von Willhelm Tells Kampf gegen die Habsburg Monarchie. Auf seiner zweiten Reise durch die Schweiz mit seiner Ehefrau, kommt er auf dem Furkapass zu seiner Idee der bespulten Leitungen (Pupin-Spulen).
Spannend sind auch die Tatsachen, dass die Übersetzungen zur Zeit des jugoslawischen Kommunismus etliche Abschnitte (vermutlich bewusst) weggelassen haben, wo Pupin sich zum Beispiel auf den Hl. Sava bezieht.
Am Ende hoffe ich, dass wir zusammen mit Aleksandra Ninković Tašić bei Ihrem zukünftigen Besuch der Schweiz dieselben Gipfel besteigen können wie Pupin.
Für den nächsten Literaturkreis, der am 16. Mai stattfindet, haben wir das Thema serbische epische Volkspoesie ausgewählt. Bald erfahren Sie mehr. Wenn Sie sich für den Anlass anmelden wollen oder Fragen haben, schreiben Sie uns bitte einfach an literaturkreis@serbischeakademiker.ch.

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